Zu den ungewöhnlichen Sportarten zählt auch das Unterwasserhockey. Das Spiel findet nicht wie gewöhnlich auf gefrorenem Wasser, sprich Eis, statt, sondern in dem Element in seiner flüssigen Form.

Unterwasserhockey, auch Oktopush genannt, wurde in de 1950er Jahren von der britischen Marine erfunden, um auch während der Winterzeit ihre Taucher in Form zu halten und eine interessante Alternative zum Tauchen im Freien zu bieten. Es verbindet, wie der Name schon verrät, Hockey, Schwimmen und Tauchen und hat einen sehr kompetitiven Charakter. Zuerst gewann das Spiel in Australien an Popularität, wird aber mittlerweile auf der ganzen Welt gespielt.

Ziel ist es, den Puck mit dem Stock erfolgreich in das gegnerische Tor zu schlagen, ohne dass jemand aus der Mannschaft auftaucht. Das Spiel ist physisch sehr fordernd und es kann Jahre dauern bis die Spieler die nötige Kondition für das lange Tauchen und die erschwerten Bewegungen haben. Obwohl das Spiel generell ohne physischen Kontakt verläuft, so kann es doch wie beim Basketball auch starke direkte Konfrontationen mit den Mitspielern geben.

Die Mannschaft gewinnt, die in der vorgegebenen Zeit die meisten Tore erzielt. Erst wenn ein Tor oder ein Foul erfolgt, leitet der Schiedsrichter eine Spielpause ein. Das Spiel ist in 15-Minütige Abschnitte unterteilt, zwischen denen 5-Minütige Pausen liegen.

Spieler und Ausrüstung

Die Teams bestehen aus je 10 Spielern, von denen je 6 gleichzeitig unter Wasser sind. Die anderen vier sind, wie beim Eishockey die Ersatzspieler. Die Taucher können sich wie beim Fußball in Angriff, Verteidigung und Mittelfeld aufteilen, müssen jedoch am Boden des Schwimmbades bleiben und den Puck mit einem Stock, der am Handschuh befestigt ist, bewegen. Körperkontakt zu dem Puck gilt als Foul. Ausgerüstet sind die Spieler mit Schwimmmaske, Schnorchel, Flossen, Gehörschutz, Handschuhen (für den Stock) und natürlich Badebekleidung. Das Wasserbecken ist in der Regel etwa 2 m tief, 12m breit und 25m lang. Als Tore werden Seile oder Gewichte verwendet.